Ladeinfrastruktur für Unternehmen

Ladevorgänge effizient managen in 5 Schritten

für Geschäftskunden

für Privatkunden

Mit genauer Planung Kosten sparen

Passende Ladepunkte in richtiger Anzahl finden

Auf dem Weg zu einer effizienten Ladeinfrastruktur für Unternehmen stehen einige Entscheidungen an. Wie viele Ladepunkte sind notwendig? Welcher Ladesäulentyp eignet sich? Um die Mobilität Ihrer Mitarbeiter zu sichern und unnötige Kosten zu vermeiden, planen Sie schon früh ein langfristiges Konzept für die Elektromobilität. Schließlich ist die Installation von Ladesäulen recht aufwendig: Wenn der Untergrund zum Verlegen der Kabel offenliegt, sollten möglichst sämtliche Leitungen mit einem Mal verlegt werden. Sonst fallen beim späteren Nachrüsten weitere Ausgaben an und die geplanten Ladelösungen werden kostenintensiver als nötig.

Rund um die Ladeinfrastruktur fallen drei wesentliche Kostenpunkte an, die es bei der Planung zu berücksichtigen gilt:

  • Anschaffung der Ladestationen
  • Installation und Montage
  • Wartung

Während Ladesäulen und Wallboxen nur einmal erworben und installiert werden müssen, benötigen die meisten Ladesäulen eine jährliche Wartung. Die Kontrollintervalle können von Hersteller zu Hersteller variieren.

1. Genaue Bedarfsanalyse durchführen

Bevor die Ladeinfrastruktur für Ihr Unternehmen konkrete Formen annimmt, führen Sie eine detaillierte Analyse des aktuellen Fahrzeug- und Streckenbedarfs durch. Die folgenden Fragen sind dabei besonders relevant:

  • Wie stark ist der Fuhrpark derzeit ausgelastet?
  • Kann ich von aktuellen Förderungen profitieren?
  • Welche Fahrzeuge sind für feste Routen eingeplant?
  • Welche Strecke legen die Firmenwagen täglich zurück?
  • Wie viel Elektromobilität strebt mein Unternehmen an?
  • In welchem Zeitrahmen soll die Elektrifizierung stattfinden?
  • Welche Dienstwagen werden von den Beschäftigten auch privat genutzt?
  • Damit eng verbunden: An welchen Orten fällt die meiste Standzeit für Firmenwagen an?

Besonders vorteilhaft ist es für Unternehmen, wenn die Tagesstrecke eines Elektrofahrzeugs nicht über seine Reichweite hinausgeht. In dem Fall sind tagsüber keine zusätzlichen Ladevorgänge notwendig und die Elektroautos laden über Nacht vollständig auf. Das entlastet die Ladeinfrastruktur für Unternehmen, weil ihr Fuhrpark ohne kostenintensive Schnellladesäulen auskommt. Die Ergebnisse der Bedarfsanalyse bilden die Grundlage, auf der Sie passende Ladestationen in der richtigen Anzahl auswählen.

2. Die richtigen Ladesäulen finden

Im Anschluss an die Bedarfsanalyse gilt es für Unternehmen, Ladepunkte mit passender Leistung zu finden. Die Art der Lademöglichkeit bestimmt, wie schnell Elektroautos laden. Damit entscheiden die Ladepunkte auch indirekt über den bevorzugten Ladezeitpunkt: Über Nacht lassen sich langsame Ladevorgänge ideal einplanen, während leistungsstärkere Ladesäulen ein schnelles Laden tagsüber ermöglichen. Vor allem elektrische Nutzfahrzeuge sind häufig mit einem stärkeren Akku ausgerüstet, der mehr Masse in Bewegung setzen muss. Da der Ladevorgang hier (je nach verbauter Technik) länger dauert als bei E-Pkw, laden Sie Modelle wie den Mercedes-Benz eVito (41 kWh) oder den Nissan e-NV200 (40 kWh) am besten über Nacht auf – oder an der Schnellladesäule. Im Pkw-Bereich gibt es hingegen viele Modelle wie den Seat Mii Electric (36,8 kWh), bei denen das Laden dank kleinerer Akkus meist schneller abläuft.

Gerade für größere Fuhrparks lohnen sich zudem onlinefähige Ladesäulen. Diese intelligente Ladelösung steigert die Effizienz der Ladeinfrastruktur immens. Auf sie kommen wir in Schritt 4 noch einmal im Detail zu sprechen. Zunächst zeigen wir Ihnen, welche Lademöglichkeiten sich als Teil der Ladeinfrastruktur für Unternehmen anbieten und auf welche Sie lieber verzichten.

Haushaltsübliche Steckdosen (Schuko) sind zwar eine nahe liegende und günstige Stromquelle – als Teil der Ladeinfrastruktur für Unternehmen kommen sie allerdings nicht infrage. Ihre durchschnittliche Ladeleistung beträgt nur 2,3 Kilowatt, was je nach Akkukapazität eine lange Ladezeit von 10 bis 25 Stunden bedeutet. Hinzu kommt der Umstand, dass normale Steckdosen in der Regel nicht auf die intensive Belastung des E-Auto-Ladens ausgelegt sind. Sofern der Ladevorgang nicht über ein speziell gesichertes, mobiles Ladekabel erfolgt, kann die Steckdose im schlimmsten Fall überlasten und ein Brandrisiko darstellen.

Eine typische Ladesäule mit Wechselstrom (AC) eignet sich wesentlich besser als Teil der Ladeinfrastruktur für Unternehmen. Je nach Technologie ist hier eine Ladeleistung von 11 bis 43 Kilowatt möglich, womit sich die Ladezeit auf etwa zwei bis vier Stunden verkürzt. Damit sind AC-Ladesäulen die richtige Wahl für Fahrzeuge, die nach dem nächtlichen Aufladen keinen weiteren Ladestopp am Tag benötigen. Mit 2.000 bis 5.000 Euro für die Anschaffung und Installation amortisieren sie sich außerdem recht schnell. Um den Ausbau der E-Mobilität zu beschleunigen, haben Bund und Länder zudem unterschiedliche Förderprogramme beschlossen, von denen Sie profitieren können. Erfahren Sie in unserem Beitrag mehr zu möglichen Förderungen sowie Steuervorteilen von E-Mobilität für Unternehmen.

Wenn die täglich anfallenden Strecken eines Fahrzeugs länger sind als seine Reichweite, sollten Firmen eine Schnellladesäule in Betracht ziehen. Diese Ladestationen arbeiten mit Gleichstrom (DC) und erreichen Ladeleistungen von über 120 Kilowatt. Hier laden Mitarbeiter ihre Elektrofahrzeuge in etwa 30 bis 60 Minuten wieder auf. Mit Schnellladesäulen lässt sich die Ladeinfrastruktur für Unternehmen flexibel gestalten – von ihnen profitieren besonders Lieferdienste und andere vielfahrende Branchen. Ihre Anschaffungskosten liegen mit 30.000 bis 40.000 Euro deutlich über dem von AC-Ladesäulen. Allerdings können Firmen auch hier von staatlicher Förderung profitieren, sodass sich die Investition früher bezahlt macht.

Um die Ladeinfrastruktur für Unternehmen effektiv zu entlasten, stellt die Wallbox eine ideale Ladelösung dar. Die Wandladestationen sind ab etwa 500 Euro erhältlich und lassen sich theoretisch an jeder Wand anbringen. Allerdings fallen die Montagekosten niedriger aus, je näher sich der Ladepunkt am Stromanschluss befindet. Kabelschächte und Wanddurchbrüche können die Montage verteuern. Die meisten Wallboxen erbringen eine Leistung von 22 Kilowatt, mit der Elektrofahrzeuge in zwei bis sechs Stunden aufgeladen sind. Die Ladestationen für alle Betriebe interessant, deren Mitarbeiter ihre Dienstwagen auch privat nutzen dürfen. Sie laden das Fahrzeug einfach über Nacht zu Hause auf und nehmen keine Ladestation auf dem Firmengelände in Anspruch. Die Abrechnung des getankten Stroms können Unternehmen unkompliziert mit ihren Mitarbeitern vereinbaren.

 

3. Die passende Anzahl von Ladepunkten ermitteln

Wie viele Ladestationen der E-Fuhrpark benötigt, hängt in erster Linie von der Anzahl der vorhandenen Elektroautos ab: Für ein bis zwei Fahrzeuge reicht oft schon eine einzelne Wallbox. Bei größeren Flotten nehmen die Anforderungen an das Fuhrparkmanagement zu: Ein genaues Ladekonzept ist notwendig. Wenn Mitarbeiter Ihre Firmenwagen auch privat nutzen dürfen, stellen Wallboxen für den privaten Haushalt eine ideale Ladelösung dar. So fällt die Ladeinfrastruktur für Unternehmen schlanker aus, da sie auf dem Firmengelände weniger Ladestationen benötigen. Die Zahl der notwendigen Ladestationen steigt, je mehr Ladevorgänge tagsüber anfallen. Gegebenenfalls kommt auch eine Schnellladesäule infrage, die die Gesamtzahl der nötigen Ladepunkte weiter reduziert.

Wenn Schnellladesäulen und Wallboxen keine Option sind, empfehlen wir, einen Ladepunkt für jedes E-Fahrzeug einzuplanen. Auf diese Weise lassen sich parallele Ladevorgänge koordinieren. Eine weitere Möglichkeit, um die Zahl der benötigten Ladesäulen und damit Anschaffungskosten zu minimieren, sind intelligente Ladesysteme.

4. Intelligente Ladesysteme prüfen

Intelligente Ladesysteme erlauben es Unternehmen, sämtliche Elektrofahrzeuge zugleich anzuschließen und zeitlich versetzt aufzuladen. Mit ihnen brauchen Fahrer beziehungsweise Fuhrparkmanager die Firmenwagen nicht mehr umzuparken: Das System koordiniert die Ladevorgänge über Nacht oder es lädt die Fahrzeuge tagsüber nach einer festgelegten Priorität. Allerdings sorgen intelligente Ladesysteme nicht nur für ein reibungsloses Laden: Stromspitzen bestimmen den Preis, den Unternehmen pro Kilowattstunde an den Stromanbieter bezahlen. Mit vernetzten Ladepunkten und der entsprechenden Software lassen sich Stromspitzen niedrig halten und die Stromkosten besser kontrollieren.

Prüfen Sie deshalb, ob intelligente Ladelösungen für Ihren Betrieb in Betracht kommen. Neben dem Lastmanagement nehmen einige Systeme auch automatische Abrechnungen vor. Über die digitalen Abrechnungen erhält das Fuhrparkmanagement wertvolle Einblicke in die Auslastung und Nutzungsweise des Fuhrparks. Auf dieser Basis lässt sich die Ladeinfrastruktur für das Unternehmen weiter optimieren.

Schon ab drei Ladepunkten lassen sich intelligente Systeme gewinnbringend einsetzen. Über eine App oder Website können Mitarbeiter Ladevorgänge anmelden und freie Zeitslots reservieren, wobei das Fuhrparkmanagement nach wie vor priorisieren kann.

5. Ladeinfrastruktur fortwährend kontrollieren

Regelmäßige Kontrollen und Optimierungen sind ein Muss, um Elektromobilität im Fuhrpark optimal zu nutzen. Nur wer Ladespitzen und Ruhephasen an der Ladesäule im Blick behält, kann die Ladeinfrastruktur für das Unternehmen so effizient wie möglich gestalten. Bei größeren Fuhrparks wird die Kontrolle zunehmend unübersichtlich. Dann bietet es sich für Unternehmen an, professionelle Ladenetzbetreiber mit der Wartung, Abrechnung und Optimierung zu beauftragen. Allerdings lohnt es sich für kleine und mittelgroße Betriebe in der Regel eher, die Kontrolle selbst durchzuführen.

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