Vom Statussymbol zum Mobilitätswerkzeug: Umfrage zeigt, was bei Firmenwagen heute wirklich zählt
Kosten, geringer Aufwand und flexible Budgets prägen die Auswahl von Firmenfahrzeugen. Gleichzeitig liegen Elektroautos bei den bevorzugten künftigen Antrieben bereits nahezu gleichauf mit Benzinern. Das zeigt eine aktuelle Befragung unter rund 1.000 Berufstätigen in Deutschland.
Bockel, Mai 2026 – Firmenwagen bleiben für viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil betrieblicher Mobilität, verlieren aber zunehmend ihre Statusfunktion und werden vor allem pragmatisch betrachtet. Eine aktuelle Studie des Umfrageinstituts Omniquest im Auftrag von MHC Mobility zeigt: Für 79 Prozent der Befragten aus Unternehmen mit Firmenfahrzeugen steht die notwendige Mobilität im Vordergrund – etwa für Außendienst, Technik oder andere Tätigkeiten, bei denen das Fahrzeug unmittelbar für die Arbeit gebraucht wird. Nur 21 Prozent sehen den Firmenwagen vor allem als Benefit zur Motivation und Bindung von Mitarbeitenden.
„Die Zahlen zeigen sehr klar: Der Firmenwagen ist in vielen Unternehmen kein Statussymbol, sondern eher ein Mittel zum Zweck“, sagt Rainer Thies, CEO beim Auto-Abo-Anbieter MHC Mobility. „Das bedeutet auch, dass sich die Nutzer und die Unternehmen auf die bereitstehende Mobilität zu 100 Prozent verlassen und gleichzeitig eine minimale Arbeitsbelastung durch das Auto haben wollen. Mobilitätslösungen müssen heute vor allem zuverlässig, kalkulierbar und möglichst einfach in der Nutzung sein. Unternehmen wie auch Nutzer wollen keine zusätzlichen Prozesse, sondern Fahrzeuge, die schnell verfügbar sind und zum jeweiligen Bedarf passen.“
Kosten und geringer Aufwand entscheiden
Vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Mobilität ist dabei längst mehr Regel als Ausnahme: In 64 Prozent der Unternehmen stehen Firmenfahrzeuge zur Verfügung – entweder für die Befragten selbst oder für einzelne Kolleginnen und Kollegen. 41 Prozent haben selbst Zugriff auf ein Firmenfahrzeug, 29 Prozent berichten, dass einzelne Kolleginnen oder Kollegen ein Fahrzeug nutzen können. 36 Prozent geben an, dass in ihrem Unternehmen keine Firmenfahrzeuge bereitstehen.
Bei der Auswahl eines Firmenwagens zählen vor allem wirtschaftliche und praktische Kriterien. 45 Prozent nennen geringe Kosten als einen der wichtigsten Faktoren. Fast ebenso wichtig ist ein minimaler Aufwand für Wartung, Service und Versicherung: 42 Prozent wählen dies als eines der beiden wichtigsten Entscheidungskriterien.
Wenig relevant ist dagegen das Fahrzeugalter: „Immer das neueste Modell zu fahren“, ist mit weniger als 9 Prozent der am seltensten genannte Faktor.
„In den täglichen Gesprächen mit unseren Kunden erfahren wir regelmäßig: Unternehmen schauen zunehmend stärker auf den Gesamtaufwand“, so Thies. „Es geht nicht nur um die monatliche Rate, sondern auch um die Frage, wer sich um Wartung, Reifen, Versicherung oder Fahrzeugwechsel kümmert. Genau hier können Auto-Abos für Geschäftskunden einen Mehrwert bieten.“
Elektroautos ziehen mit Benzinern gleich
Auch bei den künftigen Antriebsarten zeigt die Studie ein differenziertes Bild. Elektroautos werden von 46 Prozent der Befragten als bevorzugte künftige Antriebsart im Firmenfuhrpark genannt. Damit liegen sie praktisch gleichauf mit Benzinern, die 46 Prozent erreichen. Hybridfahrzeuge kommen auf 31 Prozent, Diesel auf 29 Prozent.
Für Unternehmen bedeutet das: Der Fuhrpark der Zukunft wird voraussichtlich vielfältiger. Klassische Verbrenner bleiben relevant, gleichzeitig wächst die Bedeutung elektrischer und teilelektrifizierter Modelle. Besonders interessant: 59 Prozent der Befragten aus Unternehmen mit Firmenfahrzeugen bevorzugen mindestens eine elektrifizierte Antriebsform – also Hybrid oder batterieelektrisch.
„Die Transformation ist also keine Nische mehr, und die Nutzer sind deutlich offener für E-Autos als noch vor einigen Jahren“, sagt Thies. „Viele Unternehmen bewegen sich zwischen konventionellen Antrieben und neuen Technologien und müssen hierbei konkrete Fragen zur Alltagstauglichkeit sauber abwägen. Für sie ist dabei auch entscheidend, dass sie Fahrzeuge testen, vergleichen und bei Bedarf anpassen können, ohne sich langfristig auf eine falsche Lösung festzulegen.“
Firmenwagen werden überwiegend nach Bedarf vergeben
Auch die Vergabepraxis spricht für einen funktionalen Blick auf betriebliche Mobilität. 56 Prozent der Befragten geben an, dass Firmenwagen in ihrem Unternehmen nach Aufgabenbereich oder Notwendigkeit vergeben werden – etwa an Mitarbeitende im Außendienst, Vertrieb oder technischen Service. 35 Prozent nennen Position oder Vergütungsstufe als maßgebliches Kriterium. Nur 9 Prozent berichten, dass Firmenwagen individuell im Arbeitsvertrag verhandelt werden und damit eher als Incentive wahrgenommen werden.
Damit rückt die Frage stärker in den Vordergrund, welches Fahrzeug zu welcher Aufgabe passt. Für Mobilitätsanbieter bedeutet das: Standardlösungen in der Fahrzeugbeschaffung wie etwa langfristige Leasingverträge oder gar der Kauf reichen häufig nicht mehr aus. Gefragt sind Mobilitätsmodelle, die unterschiedliche Fahrzeugtypen, Budgets, Laufzeiten und Services abbilden können und Flexibilität ermöglichen.
Budgets bleiben unterschiedlich
Die Studie zeigt zudem, dass Unternehmen beim monatlichen Budget pro Firmenfahrzeug sehr unterschiedlich planen. 37 Prozent geben an, dass das Budget je nach Position oder Fahrzeugtyp stark variiert. 30 Prozent nennen ein monatliches Gesamtbudget von 500 bis 699 Euro. 14 Prozent liegen bei 300 bis 499 Euro, 10 Prozent bei 700 bis 899 Euro. 5 Prozent kalkulieren mit 900 Euro und mehr, 4 Prozent mit weniger als 300 Euro.
„Ein einheitliches Firmenwagenmodell passt immer seltener zu den realen Anforderungen in Unternehmen“, erklärt Thies abschließend. „Ein Serviceteam braucht andere Fahrzeuge als der Vertrieb, ein Fahrzeug für ein kurzzeitiges Projekt benötigt möglicherweise andere Laufzeiten als ein Fahrzeug in einer dauerhaften Flotte. Auto-Abos können genau dort ansetzen, wo Unternehmen beweglich bleiben müssen, aber trotzdem Kostentransparenz erwarten.“
Konsequenz: Firmenmobilität muss einfacher steuerbar werden
Aus der Studie ergibt sich ein klares Bild: Unternehmen wollen Firmenwagen, die zur Aufgabe passen, wirtschaftlich bleiben und möglichst wenig Verwaltungsaufwand verursachen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an flexiblen Lösungen, weil Antriebsarten, Budgets und Nutzungsszenarien auseinanderdriften.
Für die Flotten-Branche ist das ein deutliches Signal. Betriebliche Mobilität wird nicht weniger wichtig – sie wird anspruchsvoller. Wer Unternehmen künftig überzeugen will, muss Fahrzeuge nicht nur bereitstellen, sondern Mobilität einfacher steuerbar machen: mit planbaren Kosten, integrierten Services und der Möglichkeit, auf veränderte Anforderungen schneller zu reagieren.
Über MHC Mobility
MHC Mobility ist ein europäisches Mobilitätsunternehmen im Besitz einer Tochtergesellschaft von Mitsubishi HC Capital UK PLC und ist in sieben europäischen Ländern vertreten: Österreich, Belgien, Deutschland, Ungarn, Luxemburg, den Niederlanden und Polen. MHC Mobility bietet vollständig integrierte und innovative Mobilitätslösungen für Kunden – sowohl lokal als auch grenzüberschreitend.
Unsere einfachen und transparenten Lösungen umfassen alles, von Leasing und Flottenmanagement bis hin zu umfassenden End-to-End Dekarbonisierungslösungen für Unternehmen, einschließlich Infrastruktur, Energiespeicherung und Beratung. Damit unterstützen wir unsere Kunden dabei, die Herausforderungen beim Betrieb nationaler und internationaler Flotten zu meistern und ihre Umweltbelastung zu reduzieren.
MHC Mobility ist ein Vorreiter in der Mobilitätsbranche mit einer Flottengröße von über 12 000 Fahrzeugen in ganz Deutschland. Zusätzlich zur Zentrale in Bockel betreut das Unternehmen seine Kunden an acht weiteren MHC Mobility Centern deutschlandweit. Persönliche Kundenbetreuer entwickeln maßgeschneiderte Mobilitätskonzepte für Geschäftskunden und begleiten den gesamten Prozess der Flottengestaltung und -verwaltung.
Weitere Informationen finden Sie unter www.mhcmobility.de
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