Thorsten-Stahmann-35 jahre
29.09.2026 |
Mitarbeiter & Teams

35 Jahre im Unternehmen – eine persönliche Zeitreise

Eine Geschichte über viele Jahre, viele Aufgaben und ein Unternehmen, das sich immer wieder neu erfunden hat.
MHC Mobility

Ein Rückblick auf besondere Stationen und bewegende Momente.

Danke, Thorsten

Es gibt Kolleginnen und Kollegen, deren Namen fallen, sobald bei uns jemand fragt: „Wer weiß das noch?“ Häufig fällt dann der Satz: „Frag mal bei Thorsten Stahmann“. Das liegt nicht nur daran, wie lange Thorsten bei uns ist, sondern auch daran, wo er überall war. Er hat bei MHC Mobility erfolgreich Fahrzeuge repariert und bei Pannen wieder flottgemacht, Rechnungen gebucht, Neuwagen bestellt, Schäden bearbeitet und Tankkarten verwaltet. 2017 hat er die Flotte der ersten Maxus-Elektrotransporter aus China betreut. Wer so viele Abteilungen von innen kennt, sieht in einem Flottenfahrzeug den ganzen Weg, von der Bestellung bis zur Schadenmeldung.

Laut IW Köln bleiben Beschäftigte in Deutschland im Schnitt rund elf Jahre bei einem Arbeitgeber. Thorsten ist mehr als dreimal so lange bei uns. Er hat das Unternehmen unter verschiedenen Namen erlebt, ist mehrfach mit umgezogen und hat jede Veränderung verantwortungsvoll mitgetragen.

Menschen wie Thorsten halten ein Unternehmen zusammen, gerade wenn sich viel verändert. Diese Erfahrung ist für uns unbezahlbar. Danke, Thorsten, für 35 Jahre und jede einzelne Station.
Rainer Thies
Geschäftsführer

Wir haben Thorsten gebeten, selbst zurückzublicken. Hier ist seine Geschichte.

Langweilig wurde es nie…

Angefangen hat alles am 15. August 1991, direkt nach meiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Die Werkstatt in Breddorf gehörte damals noch zur Maske Autovermietung. Einen besseren Arbeitsweg hätte ich mir nicht vorstellen können: Morgens einmal über die Straße, und ich war da. Ganz neu war mir die Firma nicht, in den Ferien hatte ich dort schon Fahrzeuge aufbereitet und mir so mein Taschengeld aufgebessert.

„Hier wird nicht geschlafen!“

Wir hatten damals drei Werkstattwagen. Einer fuhr jeden Tag Richtung Bremerhaven und manchmal bis nach Ostfriesland, die anderen beiden waren vor allem im Bremer Raum unterwegs. Unsere Kunden waren überwiegend Baufirmen, gewartet wurde direkt vor Ort. Zum Einarbeiten fuhr ich etwa vier Wochen bei einem Kollegen mit, die Wochenendbereitschaft eingeschlossen. Meldete sich ein Kunde mit einer Panne, fuhren wir raus und versuchten, das Fahrzeug wieder in Gang zu bringen. Klappte das nicht, kam jemand mit dem Autotransporter, brachte einen Ersatzwagen und nahm den defekten mit.

An meinen ersten Tag erinnere ich mich bis heute. Auf der Rückfahrt bin ich kurz vor Tarmstedt auf dem Beifahrersitz eingenickt. Dann ging mein Kollege einmal kräftig auf die Bremse und ich war sofort hellwach. Sein Kommentar: „Hier wird nicht geschlafen!“ Klare Ansage.

Thorsten S + B

Viele Stationen, viele Erfahrungen

Eine berufliche Reise durch Werkstatt, Büro, Einkauf, Schaden und Technik.

Vom Mechaniker zum Meister, von der Werkstatt ins Büro

Neben der Arbeit habe ich die Meisterschule besucht. Das war nicht immer leicht, der Berufsalltag lief ja weiter. Seit vielen Jahren bin ich nun Kfz-Techniker-Meister. Als die Werkstatt in Breddorf geschlossen wurde, wechselte ich in die Hamburger Markmannstraße, damals A+S Autoreparatur & Service GmbH. Statt unter der Hebebühne saß ich plötzlich im Rechnungswesen. Als wir wieder unter dem Namen Maske firmierten, ging ich in den Einkauf und habe Neuwagen bestellt und zugelassen.

Hamburg, Wilhelmsburg und zurück nach Hause

Mit dem Umzug des Hauptsitzes in die Behringstraße kam ich in den Rücknahmeschaden und später in die Schadenabteilung, in der ich einen großen Teil meiner Zeit verbracht habe. Nebenbei habe ich Reifendaten gepflegt und das Tankkartenmanagement übernommen.

Einige Jahre später ging es in die Rubbertstraße nach Wilhelmsburg. Dort saßen inzwischen Technik und Service, Schaden, Kfz-Verkauf und Einkauf unter einem Dach, und ich war wieder im Einkauf. Nach rund zwei Jahren zogen wir zurück in meine Heimat, in das alte Firmengebäude in Breddorf. Dort war ich unter anderem in der Schadenabteilung, bis wir etwa fünf Jahre später nach Bockel zogen.

Das Abenteuer Maxus

2017 wechselte ich zur unter Maske neu gegründeten Firma Cargo Mobile nach Breddorf. Wir hatten 200 Maxus-Elektrotransporter von SAIC aus China nach Deutschland geholt und wollten die Marke hier auch vertreten. Ich war für die Flotte zuständig.

Schon der Anfang war ungewöhnlich. Zwei Tage lang war eine Delegation aus China und Europa bei uns, um über die Generalvertretung für Deutschland zu entscheiden. Wir waren mittags und abends zusammen essen, in wirklich guten Restaurants, und am letzten Abend wurden die Verträge unterschrieben. Als die ersten Fahrzeuge aus Amsterdam kamen, war richtig was los: Die Presse war da, der NDR hat berichtet, ein Bundestagsabgeordneter kam vorbei, und es entstanden mehrere YouTube-Videos. Ich war auf Messen und bei Kunden unterwegs und habe viele Leute kennengelernt, auch einige YouTuber, die damals Elektroautos getestet haben. Immer wieder kamen auch Techniker aus den Niederlanden und aus China, um die Fahrzeuge an europäische Anforderungen anzupassen oder Rückrufe durchzuführen.

Die Maxus-Zeit zähle ich heute zu einer der spannendsten Phasen meines Berufslebens. Ich habe miterlebt, wie eine bei uns kaum bekannte Elektromarke nach Deutschland kam und wie viel Aufbruchsstimmung damals rund um die Elektromobilität herrschte.

Wieder in der Technik

Seit etwa 2019 bin ich zurück in Bockel und arbeite in der Technik- und Serviceabteilung. Die Arbeit macht mir nach wie vor Freude, weil ich hier vieles einbringen kann, was ich in all den anderen Bereichen gelernt habe.

Wenn ich zurückschaue, hat sich nicht nur meine Arbeit verändert. Auch das Unternehmen, die Fahrzeuge und die ganze Branche sind heute andere. Zwischen dem Werkstattwagen mit Verbrennungsmotor und den ersten Elektrotransportern aus China liegt eine Menge, und zwischen dem ersten Arbeitstag, an dem man mich auf dem Beifahrersitz aufwecken musste, und heute liegen 35 Jahre. Langweilig war es in dieser Zeit nie.