Analyse: Diese Hersteller sind die Gewinner der IAA Mobility 2025
Analyse: Diese Hersteller sind die Gewinner der IAA Mobility 2025
Der neue Standort der IAA Mobility – auf dem Münchner Messegelände und im öffentlichen Raum mitten in der City – scheint sich nun endgültig emanzipiert zu haben. Zum dritten Mal fand die Mobilitätsmesse nun in der bayrischen Landeshauptstadt statt, nach vielen Jahren in Frankfurt. Und: Die modernisierte IAA ist zurück als Taktgeber im globalen Mobilitätsdiskurs.
Anfang September dominierte die IAA weltweit die Wirtschafts- und Automedien, wie die aktuelle Studie des internationalen Anbieters für globales Medienmonitoring und Social Listening PRophet Media Intelligence zeigt, die einem exakten Blick auf den öffentlichen Diskurs rund um die IAA Mobility warf.
Ein Ergebnis: Schon vor dem Start gaben einige Hersteller mit spannenden Konzepten erste Impulse – den entscheidenden Schub brachte aber der Pressetag am 8. September. Binnen drei Tagen entstand mehr Content als in einem Monat Pre-Show-Phase.
USA in der IAA-Berichterstattung auf Platz 1
Dabei überrascht zuallererst die regionale Gewichtung der Berichterstattungen und Social Media Posts. Denn obwohl Elektro-Primus Tesla die IAA in diesem Jahr gemieden hat und US-Hersteller vor Ort unterrepräsentiert sind, ist die USA ein medialer Top-Treiber der IAA: Mit rund 21 % aller Beiträge führt die USA noch vor dem Gastgeberland Deutschland mit knapp 18 %. Auf die Summe der restlichen europäischen Länder entfallen immerhin noch rund 24 % aller Medienerwähnungen.
Die 14 % Erwähnungen aus China fallen zwar im Gegensatz zur Omnipräsenz chinesischer Marken wie BYD, Dongfeng, Leapmotor oder GAC in den Münchner Messehallen weitaus weniger ins Gewicht als von vielen erwartet, sind aber dennoch ein klarer Beleg für die wachsende internationale Resonanz und die Challenger-Rolle chinesischer OEMs.
Dazu unterstreichen die etwa 23 % aller Beiträge aus Asien-Pazifik, Südamerika und weiteren Regionen einmal mehr die globale Mobilitätsdebatte und offensichtlich gut gemachte Hausaufgaben der Kommunikationsteams von Herstellern, aber auch der Messe selbst.
Deutsche Marken geben den Takt vor – auch im öffentlichen Diskurs
Trotz Internationalität der Medienpräsenz zeigt die Analyse eine mittlerweile fast unerwartete Dominanz deutscher Hersteller: VW, BMW und Mercedes-Benz sichern sich die Spitzenplätze im Group-Ranking für die IAA – angetrieben von Premieren neuer E-Modelle wie den BMW iX 3 und starken Konzeptpräsentationen. Zwar gewinnen die Wettbewerber aus Asien an Gewicht, sichern sich im Modell-Ranking jedoch nur die unteren Plätze: Leapmotor Lafa 5 (Platz 6), Xpeng P7 (Platz 7) und Kia EV2 Concept (Platz 8).
Social Media hinter redaktioneller Berichterstattung
Überraschend wirkt ebenfalls die deutliche Dominanz von redaktionellen Onlinemedien gegenüber Social Media. Verschiebt sich der Mix während der Messetage (im Vergleich zur Vorberichterstattungs-Phase) wegen der einfacheren Contenterstellung in den Messehallen und auf dem frei zugänglichen IAA Mobility Festival in der Münchner Innenstadt deutlich zugunsten von Social Media, etwa auf X, Youtube oder Reddit, liegt jedoch auch hier nur bei etwas mehr als einem Drittel des Diskurses (36 %). Getrieben wird diese Dynamik vor allem von Videos, Reels und Corporate-Posts der Hersteller. Doch auch reichweitenstarke Auto-Medien bleiben tonangebend und sorgen dafür, dass Produktpremieren wie Elektro-SUVs und neue E-Modelle die Agenda bestimmen.
Thematisch dominieren Klima, E-Mobility und High-Tech-Themen
Allerdings geht es bei der IAA-Berichterstattung längst nicht mehr um reine Produktvorstellungen. Der Spagat zwischen CO2/Klima und dem Verbrennermotor gehört bereits seit ein paar Jahren zu den Top 5 Themen im IAA-Kontext und tritt häufig in einem neutralen bis kritischen Kontext auf. Die anderen relevanten IAA Themen: E-Mobility, Autonomes Fahren, Digitalisierung & Connected Mobility werden als messe-typische Themen weitgehend positiv diskutiert.