IPSOS Report Mobility 2026
Mobilität ist eine ganz persönliche Sache: Sie entscheidet darüber, wie wir zur Arbeit kommen, unsere Familie erreichen und unseren Alltag organisieren.
Der neue Ipsos Mobility Report 2026 zeigt, dass das Auto dabei für viele Menschen weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen an Fahrzeuge, Antriebe und Mobilitätsangebote.
Wir haben den vor ein paar Wochen erschienenen Report einmal angeschaut, fünf Erkenntnisse fallen besonders auf.
1. Das Auto bleibt fest im Alltag verankert
43 Prozent der befragten Fahrer können sich nach eigenen Angaben ein Leben ohne Auto nicht vorstellen. Weitere 43 Prozent könnten grundsätzlich darauf verzichten, würden es aber lieber behalten. Dahinter steht häufig weniger eine emotionale Bindung an ein bestimmtes Fahrzeug als der Wunsch nach Verlässlichkeit und Selbstbestimmung. Gerade im beruflichen Kontext wird das Auto zunehmend als praktisches Mobilitätswerkzeug verstanden. Das bestätigt auch unser aktueller Trendcheck aus dem Juni 2026: Für 79 Prozent der Befragten aus Unternehmen mit Firmenfahrzeugen steht die notwendige Mobilität für die tägliche Arbeit im Vordergrund.
2. Autofahren bedeutet weiterhin ein Stück Freiheit
Für 33 Prozent der weltweit Befragten ist das Auto das Verkehrsmittel, das ihnen am meisten Freude bereitet. Damit liegt es vor dem „zu Fuß gehen“, das von 22 Prozent genannt wird. Diese Freude hat viel mit persönlicher Freiheit zu tun: selbst über Abfahrtszeit, Route und Zwischenstopps entscheiden zu können. Gleichzeitig zeigt der Report, dass Menschen verschiedene Verkehrsmittel je nach Strecke und Situation kombinieren.
3. Elektromobilität braucht positive Erfahrungen
47 Prozent der Befragten weltweit finden die Vorstellung attraktiv, ein Elektroauto zu fahren. In Europa ist die Zurückhaltung allerdings weiterhin größer.
Für die Akzeptanz zählen deshalb konkrete Erfahrungen: Passt die Reichweite zu meinen Strecken? Wo kann ich laden? Wie funktioniert das Fahrzeug im täglichen Einsatz?
Auch hier liefert die MHC-Mobility-Studie einen interessanten Vergleich: Bei den bevorzugten künftigen Antriebsarten für Firmenfahrzeuge liegen Elektroautos mit 46 Prozent bereits gleichauf mit Benzinern. Die Bereitschaft ist also vorhanden – Unternehmen und Fahrer brauchen vor allem Sicherheit bei der praktischen Umsetzung.
4. Neue Technik braucht Vertrauen
Beim autonomen Fahren ist das Bild geteilt. Weltweit würden sich jeweils 36 Prozent in einem selbstfahrenden Auto sicher beziehungsweise unsicher fühlen. In Europa überwiegt die Skepsis. Technischer Fortschritt überzeugt vor allem dann, wenn er verständlich, sicher und nachvollziehbar ist. Funktionen allein schaffen noch kein Vertrauen. Es entsteht durch transparente Kommunikation und gute Erfahrungen im Alltag.
5. Mobilität ist eine gemeinsame Aufgabe
55 Prozent der Menschen sorgen sich um die Verkehrssicherheit in ihrer Umgebung. 70 Prozent unterstützen niedrigere Geschwindigkeiten in Wohngebieten, 67 Prozent wünschen sich geschützte Radwege. Das zeigt: Das Auto wird zunehmend als Teil eines größeren Mobilitätssystems betrachtet. Sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer, ein verlässlicher öffentlicher Verkehr und individuell nutzbare Fahrzeuge ergänzen sich.
„Mobilität beginnt immer beim Alltag der Menschen. Das gilt auch und gerade im Firmenwagen-Kontext. Für den einen ist das Auto täglich unverzichtbar, für den anderen ein Verkehrsmittel unter mehreren. Entscheidend ist, dass Angebote verlässlich, verständlich und flexibel bleiben.
Als Mobilitätsanbieter müssen wir deshalb genau zuhören und Lösungen schaffen, die sich an veränderte Bedürfnisse anpassen können“, sagt unser Geschäftsführer Rainer Thies.
Mobilität wird vielfältiger
Der Ipsos Mobility Report zeichnet kein einheitliches Bild der Zukunft. Genau darin liegt seine Stärke: Mobilitätsbedürfnisse unterscheiden sich nach Region, Beruf bzw. Branche und persönlicher Lebenssituation. Für Unternehmen bedeutet das, ihre Fuhrparks differenzierter zu planen.
Welches Fahrzeug passt zur Aufgabe? Welcher Antrieb bewährt sich im Alltag? Wie lange wird das Fahrzeug gebraucht? Und wie viel Verwaltungsaufwand entsteht? Die Zukunft der Mobilität entscheidet sich deshalb weniger an einer einzelnen Technologie. Sie entscheidet sich daran, wie gut unterschiedliche Lösungen zum tatsächlichen Leben der Menschen passen.